Virgentaler Sonnseitenweg

Auf vier Tagesetappen, knapp 43 Kilometern

urlaub in österreich

Sonnseitenweg


Auf vier Tagesetappen wandern Weitwanderer auf dem Virgentaler Sonnseitenweg dem Wasser entgegen. Die Route verläuft auf knapp 43 Kilometern durch eines der schönsten Täler Osttirols - dem Virgental - und endet am Naturdenkmal Umbalfälle mitten im Nationalpark Hohe Tauern.

An den Fällen entspringt die Isel, einer der letzten Wildflüsse der Alpen, aus dem Gletschertor des Umbalkees. Sonnseitenweg heißt der Weg, weil der größte Teil der Wanderung entlang der Südhänge oberhalb von Matrei, Virgen und Prägraten am Großvenediger verläuft und es hier, selbst zu Beginn des Frühjahrs, angenehm warm und schneefrei ist.

Auf jeder Tagesetappe lernen Wanderer durch verschiedene Infostationen noch mehr über die Region. Von 600 Jahre alten Lärchenbeständen, zu historischen Ruheplätzen und bis hin zur Wallfahrtskirche „Maria Schnee“ verbindet der Virgentaler Sonnseitenweg Naturerlebnis mit Geschichten und Brauchtum des Tals. Übernachtet wird in urigen Hütten und Almen.

Eckpunkte - Virgentaler Sonnseitenweg

Länge / Gehzeit:
4 Etappen - a` 3-6 h - a`10 Kilometer
Streckenkilometer 43 Km
Höchster Punkt 2.123m
Niedrigster Punkt: 940m
Bergauf 3.200m
Bergab 2.660m
Zeit: 18.00 Stunden
Talabstieg sind täglich möglich
Schwierigkeit: mittelschwierig/roter Berweg

Ausgangspunkt: Start direkt im Ortszentrum von Matrei i.O. beim Tourismusbüro
Endpunkt: Endet in Prägraten an den Umbalfällen (Wasserschaupfad).

Folder Virgentaler Sonnseitenweg

Virgentaler Sonnseitenweg - Etappe 1

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Matrei Ortszentrum (975 m) - Prossegg - Thiemeweg - Strumerhof (1.445m) - Zedlacher Paradies - Waldlehrpfad Rundwanderweg - Zedlach (1.260 m)

ETAPPE 1: Matrei - Zedlach (roter Bergweg)
Mittelschwierig, 5 Stunden
10,9 km - 658 Hm Aufstieg,
374 Hm Abstieg
höchster Punkt 1523 m

Start direkt im Ortszentrum von Matrei i.O. beim Tourismusbüro. Der Weg verläuft auf der rechten Seite des Bretterwandbaches hinunter zum Dammweg bzw. Tauerntalwanderweg. Immer gegen die Flussrichtung des Tauernbaches wandernd, erreicht man nach 45 Minuten Gehzeit den Weiler Prossegg. Man überquert die Brücke, und geht ein Stück leicht ansteigend durch die Häuserreihen des Dorfes, bis man zu einer Gabelung kommt, wo ein wunderschönes Herrgott Marterl mit der Maria Mutter Gottes steht.

Gleich danach biegt man links ab, bis man nach dem letzten Einfamilienhaus den Thiemeweg (54) betritt. Der Weg führt in angenehmer Steigung in 3 grossen Kehren durch schattenspendenden Fichtenwald bis auf den Fahrweg, der zum Strumerhof weiterführt. Besonderes Merkmal dieses Wegabschnittes, sind die vielen Rastbänke wobei jede Bank einen eigenen Namen trägt.(„Schmußerbankle“), und von jedem Standort aus ein interessanter Blick auf die gegenüberliegende Seite des Tales eröffnet wird.

Weiter geht es in südl. Richtung ein kurzes Stück abwärts bis zum Parkplatz „Dirnburg“ (1.450 m) . Von hier wechselt man auf den Weg-Nr. 54 (Zedlacher ParadiesRundwanderweg) der direkt zum Waldlehrpfad führt. Der mit zahlreichen Stationen neu gestaltete Waldlehrpfad wird in nördlicher Richtung beginnend umrundet, bis man auf den Fahrweg der Richtung Wodenalm führt, gelangt. Hier biegt man rechts (Markierungsstempel) ab, und geht über einen steilen Feldweg hinunter nach Zedlach.

Virgentaler Sonnseitenweg - Etappe 2

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Gottschaunalm

Eines der urigsten Ausflugsziele im Virgental

Zedlach Parkplatz (1.260 m) - Richtung Lahntaleralm - Obersonnberg - Rabensteinweg - Marin Parkplatz - Allerheiligenkapelle - Gotschaunalm - Schmiedleralm - Nilljochhütte (1.975 m)

ETAPPE 2: Zedlach - Nilljochhütte
(roter Bergweg)
Mittelschwierig, 6 Stunden
11,9 km - 1308 Hm Aufstieg,
621 Hm Abstieg
höchster Punkt 2.079 m

Vom Parkplatz Zedlach steigt man über den Weg Nr. 42 in nordwestl. Richtung ein kurzes Stück auf, bis man zu einer Weggabelung gelangt, die linkerhand in einen alten Karrenweg übergeht, und recht steil hinauf bis zu einer alten Holzscheune führt, wo ein Wegweiser die Richtung auf den „Obersonnberg“ anzeigt.

Dort durchschreitet man die talseitige Luke, und gelangt auf einem breiten Forstweg zu einer Weggabelung. Hier beginnt der „Rabensteinweg“ (35) und man folgt immer dem Wegweiser der in Richtung „Obersonnberg“ weist. Nach der Überquerung des Mitteldorfer Baches wird bergwärts ein kurzer Forstweg überwunden. Auf dem schön angelegten Wanderweg der sich durch wunderbaren Lärchen- und Fichtenwald bergwärts schlängelt, gelangt man auf einen verwachsenen Waldweg, der flach verlaufend direkt in den Fahrweg von der Lahntaleralm
mündet.

Nach ca. 200 Metern verlässt man talwärts gehend den Fahrweg, und gelangt über den Zufahrtsweg zu einem einzelnen Bergbauerngehöft dem „Sumeringer Bauer“ auf dem Obersonnberg. Von dort führt der Weg hinunter in den Mellitzgraben, man überquert den gleichnamigen Bachlauf, und steigt ein kurzes Stück zur Ruine Rabenstein auf. Dort eröffnet sich ein wunderbarer Ausblick auf den Ort Virgen und auf den Gipfel des dominanten „Ochsenbugs“ früher „Kristallkopf“.

Nunmehr geht es immer gemächlich über den sehr schön angelegten Rabensteinweg weiter, bis man beim Firschnitzbach vor einem mächtigen Murbrecherbauwerk steht, das den Ortskern von Virgen vor dem Hochwasser schützen soll. Da die Bauarbeiten hier noch im Gange sind, steigt man am besten direkt zur obersten Häusersiedlung von Göriach ab. Der weitere Wegverlauf führt über die Gemeindestraße, vorbei an der Kapelle „Zum Heiligen Josef“ und Gasthof „Waldruhe“ nach Marin.

Die idyllische Gottschaunalm einen weiteren Höhepunkt, der allein schon einen Tagesausflug wert wäre. Vom Parkplatz Marin (erreichbar von Obermauern oder Göriach - Virgen) gelangt man gemütlich über den Forstweg in ca. 2 Stunden zur Gottschaunalm, dieser Weg ist besonders gut für Senioren und Kinder geeignet. Variante 2: Vom Parkplatz Marin aus, gibt es auch zwei Abkürzungen zur Gottschaunalm: ein direkter Steig und über den Kreuzweg - bei dem man an der Allerheiligen Kapelle vorbei kommt. (ca. eine Stunde Gehzeit)

Ausschließlich Hausgemachtes erwartet man auf der Gottschaunalm einen bei der Brotzeit: Nach Speck und Käse gibt’s zum Nachtisch die legendären Krapfen und ein Stamperl mit Hausgebranntem, der der Verdauung auf die Sprünge hilft. Wie gut, dass die Nilljochhütte da bereits in Sichtweite ist.

Virgentaler Sonnseitenweg - Etappe 3

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Nilljoch Hütte

Diese Hütte ist hervorragen als Übernachtungsmöglichkeit geeignet.

Nilljochhütte (1.975 m) - Bodenalm - Liegstätten Rundwanderweg Timmeltal - Wiesachweg - Katinweg - Redler Stein - Hell Maurach - Stabanthütte (1.777m)

ETAPPE 3: Nilljochhütte - Stabanthütte
(roter Bergweg)
Mittelschwierig, 5 Stunden
11,1 km - 705 Hm Aufstieg,
878 HM Abstieg
höchster Punkt 2.123 m

Von der Nilljochhütte führt der schön angelegte Wanderweg durch lichten Lärchenwald und steile Bergmähder abwärts, bis man den „Zuchetalgraben“ erreicht. In leichter Steigung geht nes ein Stück aufwärts, und in weiterer Folge oberhalb der Angstingeralm und an einem Fischteich (Regenbogenforellen) vorbei zur Bodenalm.

Von der Bodenalm führt ein neue Fahrstraße ins Timmeltal, die man schon nach kurzer Zeit verlässt, und zur „Oderplatte“ (Schafhalterkreuz) wo sich die 2. Liegstätte befindet, aufsteigt. Von dort schreitet man weiter zur „Wallhorner Alm“. (Hirtenhütte) Nach Überquerung des Timmelbaches trifft man auf die 2. Liegstätte, bei der ein Wasserlauf die müden Füsse wieder auf Vordermann bringt.

Nunmehr wendet man dem Talschluss wieder den Rücken zu, und geht talauswärts bis man nach der Timmelbachbrücke zur 4. Liegstätte „Grießer Oder“ gelangt. Von dort zurück aufm den Fahrweg und danach gleich rechts abzweigend über das sogenannte „Mäuerle“ - hinunter zu einer Weggabelung. Nun geht man eine zeitlang in westlicher Richtung auf dem „Wiesachweg“ Richtung Bichl, und steigt in weiterer Folge 300 Höhenmeter auf dem „Katinweg“ Richtung Sajathütte auf. Beim „Redler Stein“ ist der höchste Punkte der Wanderung erreicht, und nach einer kurzen Rast mit Blick auf Prägraten geht es über das sogenannte „Hell -Maurach“ eine urige Fels- und Höhlenlanschaft - und alten Lärchenwald hinunter zur Stabanthütte.

Virgentaler Sonnseitenweg - Etappe 4

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Stabant Hütte

Das Schlössl im Herzen von Prägraten am Großvenediger

Stabanthütte - Fahrweg - Abzweigung Lumalm - Höhenweg Hinterbichl - Alter Dorfertalweg - Hinterbichl - Gasthof „Islitzer“ - Wanderweg Ströden - Fahrweg Pebellalm- u. Islitzeralm (1.513 m) - Wasserschaupfad

ETAPPE 4: Stabanthütte - Umbalfälle
(Rundwanderweg - roter Bergweg)
Mittelschwierig, 3,5 Stunden
9 km - 518 Hm Aufstieg,
784 Hm Abstieg
höchster Punkt 1.658 m

Stabanthütte - über den Fahrweg talwärts bis zur Abzweigung „Hinterbichl“ (22b), vorbei an der einsamen „Lumalm“, und von dort in westlicher Richtung auf den alten DorfertalFahrweg der direkt hinunter nach Hinterbichl zum Gasthof „Islitzer“ führt.

Vom Gasthof 50 Meter talauswärts, dann rechts abzweigend über die Brücke am Dorferbach, in südlicher Richtung am Campingplatz vorbei zu einer weiteren Brücke wo der Iselfluss überquert wird. Dann geht es ein Stück aufwärts bis zu einer Gabelung, dort trifft man auf den Weg Nr. 67, der bis nach Ströden führt. Der Wanderweg mündet nach der Überquerung einerlangen Fußgängerbrücke nunmehr in den Fahrweg (Nr. 911)m der direkt zur Islitzer- und Pebellalm führt. Den krönenden Abschluss bildet der Besuch des Wasserschaupfades über den neuen Naturkraftweg mit den schönen Plattformen, die sehr nahe an die Katarakte der Isel heranreichen.

Einkehrmöglichkeiten und Übernachtungsmöglichkeite


Einkehrmöglichkeit:

• Strumerhof | Tel. +43 (0)4875 6310 | www.strumerhof.at
• Gasthaus Gosserhof | Zedlach, Tel. +43 04874 5375
• Gottschaunalm | Tel. +43 (0)664 9765678 | www.virgental.at/gottschaunalm
• Schmiedleralm | Tel. +43 (0)650 4527916 | www.virgental.at/schmiedleralm
• Bodenalm 1.960 m | Tel. +43 (0)664 9154094 | www.bodenalm.at
• Islitzeralm | Tel. +43 (0)664 9759790 | www.islitzeralm.at

Übernachtungsmöglichkeit:

• Nilljochhütte 1.990 m | Tel. +43 (0)676 4612388 | www.virgental.at/nilljochhuette
• Gasthof Waldruhe, Marin | Tel. +43 (0)4874 5417 | www.gasthof-waldruhe.at
• Stabanthütte 1.777 m | Tel. +43 (0)664 2207577 | www.stabanthuette.at
• Gasthof Islitzer, Hinterbichl | Tel. +43 (0)4877 5206 | www.islitzer.at
• Pension Zedlacherhof | Tel. +43 (0)680 322118​6 | www.zedlacherhof.com
• Mortnerhof | 0+43 (0)4874 5313 | www.virgental.at/mortnerhof
• Haus Berger Waltraud | +43 (0)4874 5232 | www.virgental.at/haus.berger

Informationen und Links:

Virgentaler Hütten | Entdecke die schönsten Hütten
www.nationalpark.at | Naturparadies im Herzen Europas
www.osttirolerland.com | Alles für Ihren Osttirol Urlaub
www.osttirol.com | Offizielle Seite des Osttiroler Tourismusverbandes
www.virgental.at | Unterkunft Suche in Osttirol
Venedigertaxi | Prägraten a.G. +43 (0)4877 5369
Bstieler Taxi | Matrei und Virgen +43 (0) 4875-6501

Anreisemöglichkeiten:
Öffentliche Verkehrsmittel, der Wanderweg ist über mehrere Bushaltestellen zu erreichen.

Nationalpark Wanderbus, Auskunft: +43 (0)50 212 500 und Hüttentaxis. Über den ganzen Bergsommer nutzen Wanderer mit der Gästekarte den Nationalpark Wanderbus gratis. Zur Erleichterung ausgedehnter Bergtouren, Ausflüge, Wanderungen und Rückwege, oder für ältere und auch gehbehinderte Naturliebhaber bieten mehrere örtliche Fahrunternehmen ihre Zubringer- und Abholdienste mit Kleinbussen oder Kutschen an.

Karte und GPX-Tracks | Virgentaler Sonnseitenweg

Impressionen des Sonnseitenweges

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Weitwandern in Osttirol - Auf vier Tagesetappen, knapp 43 Kilometern. Der Virgentaler Sonnseiten-Rundwanderweg verbindet eine Reihe von urigen Hütten und Almen auf der Sonnenterrasse des Virgentales.

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